Best Practice

Die härteste Beachflag der Welt

Der Anruf bei unserem Key-Accountler Michael Fischer war Tagesgeschäft: “Wir brauchen 50 weitere Easyflags – aber mit längerem Gestänge.” Die Erklärung, wofür Arne Schwenk, Physiker bei der Firma K.U.M. Umwelt- und Meerestechnik Kiel GmbH, die speziellen Beachflags brauchte, erstaunte selbst uns, die schon viele Extrem-Einsätze mit unseren Easyflags am Nordpol oder auch bei der Surf-WM mitbekommen haben:

Das Kieler Unternehmen K.U.M. hat sich unter anderem auf den Bau von Ozeanbodenseismometern (kurz OBS) zur Erforschung des Meeresbodens spezialisiert und vor drei Jahren den neuen OBS-Roboter NAMMU entwickelt. Der gesamte Roboter musste aus hochbelastbaren Materialien wie Titan und syntaktischem Schaum gefertigt werden, um dem enormen Druck in 6.000 m Tiefe stand zu halten. Nur ganz wenige Firmen weltweit sind in der Lage, solche Geräte herzustellen. Dennoch war ein Problem nicht optimal gelöst:

Der Roboter taucht selbstständig frühstens nach einem Jahr wieder auf, weit draußen auf dem Meer, teilweise zwischen hohen Wellen und weit entfernt vom Bergungsschiff. Nachts macht er mit einem eingebauten Blinker auf sich aufmerksam, doch tagsüber nutzt dieser nichts. Die einzige Lösung ist hier einen Fahne.


K.U.M. Logo

Die Bedingungen, denen die von uns verbauten Materialien ausgesetzt sind, sind absolut extrem. Die Easyflag hat uns schon beim Anfassen begeistert. Die Konstruktion, die Materialien und die Verarbeitung sind absolut professionell.

Arne Schwenk, Physiker der K.U.M.


OBS - Easyflag Schritt 1

SCHRITT 1
INS WASSER LASSEN

Die Easyflag, die seitlich als Signalfahne an dem NAMMU befestigt ist, ist beim Ausbringen waagrecht angebracht.

OBS - Easyflag Schritt 2

SCHRITT 2
DATEN ERFASSEN

Der NAMMU verbleibt zwischen 1 und 3 Jahren am Meeresgrund und erfasst die seismologischen Daten. Über ein akustisches Signal wird das Auftauchen eingeleitet.

OBS - Easyflag Schritt 3

SCHRITT 3
AUS DEM WASSER HOLEN

In dem Moment, in dem das OBS sich vom Boden löst, kippt es um 90° und die Easyflag ragt senkrecht aus dem Wasser.


Die Ingenieure entwickelten selbst Fahnenmaste und Stoffe, doch konventionelle Fahnen wickelten sich häufig um den Fahnenmast und waren auf Entfernung fast unsichtbar. Auch die Suche nach professionellen Lösungen blieb erfolglos. Beim Besuch der Kieler Woche vor drei Jahren entdeckten sie die Easyflag, deren Verarbeitung und Bau die Ingenieure begeisterte und zur Bestellung von 10 Easyflags Micro zum Test bewog.

Als der erste NAMMU mit Easyflag nach 12 Monaten in der Tiefsee auftauchte, war die gesamte Mannschaft zufrieden: Die Easyflag wehte zwischen den Wellen und zeigte im brillanten orange-blauen Digitaldruck das K.U.M.-Logo und so den Standort des OBS-Roboters, der schnell und sicher geborgen werden konnte.

KUM_Einsatz im Wasser